Vor allem in Hinblick auf die Entwicklung von IOTA-Qubic macht es Sinn sich mit sogenannten „Smart Contracts“ zu befassen. In diesem Beitrag wollen wir Ihnen aufzeigen, um was es sich bei einem „Smart Contract“ handelt und wofür er genutzt werden kann.

Definition

Weitestgehend handelt es sich hierbei um Computerprotokolle, die Verträge abbilden und/oder überprüfen. Darüber hinaus kann die Verhandlung von Verträgen technisch unterstützt werden. Einfach gesprochen, werden die Regelungen eines Vertragswerkes technisch abgebildet. Die generelle Idee dahinter ist es, Vertragsabschlüsse stärker zu automatisieren und somit Kosten für die Entwicklung von rechtssicheren Verträgen zu reduzieren. Darüber hinaus stellt ein Smart Contract im Idealfall einen allgemeingültigen Standard für die vielfache Verwendung des Vertrages dar. Die Idee der Smart Contracts ist nicht neu, sondern geht bereits auf die 70er Jahre zurück. Allerdings bekommen Sie in Verbindung mit Kryptowährungen und Blockchain in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit.

Anwendungsbeispiele

Kryptowährungen bieten die Möglichkeit die Smart Contracts z.B. nachweislich unveränderlich abzulegen. Auch die eigentlichen Transaktionen, die zum Vertrag stattfinden, sind in einer Blockchain verhältnismäßig manipulationssicher erzeugbar und ebenso nachweisbar. Die gesamte Vertragsausführung kann durch das dahinterstehende Netzwerk überwacht und zu großen Teilen übernommen werden. Die Kosten für Treuhänder, Kontrollinstanzen und Überprüfungsorgane können theoretisch entfallen. Theoretisch deshalb, weil es natürlich ein großes Vertrauen in Netzwerk und den Smart Contract selbst voraussetzt.

Die praktische Relevanz bezieht sich daher momentan meist eher auf kleinere Spielereien wie exemplarische Lottoverträge oder Anwendungen im Bereich der IT. Durchaus denkbar ist der Einsatz allerdings beispielsweise bereits jetzt für folgende Bereiche:

  • manipulationssicheres Logging von Besitzverhätnissen
  • Abwicklung von Mietzahlungen
  • Logging von Fahrzeugdaten (Unfallauswertung)
  • Bezahlvorgänge für Stromtankstellen
Smart Contracts Beispiel
Smart Contracts Beispiel

So finden in den USA bereits Eheschließungen per Blockchain statt, wobei die Ehepartner sich nicht einmal mehr am gleichen Ort befinden müssen, sondern scannen stattdessen einen QR-Code ab. Der „Vertrag“ – in diesem Fall die Eheschließung – wird dann mittels einer Blockchain-Datenbank juristisch festgehalten.

In Bezug auf IOTA-Qubic wird vor allem die technische Umsetzung interessant werden. Außerdem dürfte die Umsetzung der Schnittstellen für Entwickler maßgeblich ausschlaggebend für den Erfolg der Smart Contracts innerhalb des IOTA-Netzwerkes sein. Denn mit Ethereum hat IOTA eine starke Konkurrenz auf dem Gebiet. Dort existieren bereits exzellente Entwicklerwerkzeuge zur Entwicklung der Smart Contracts.

Bildquellen

  • Smart Contracts Beispiel: Sebastian Seidel
  • smart-contracts: Sebastian Seidel

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